Alexander-Technik-Quiz

Website zur Einführung in die F.M.Alexander Technik
(Diplomarbeit Basler Schule für F.M. Alexander-Technik Y. Kuperman) Marion Israel, Basel.

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den Herrn Alexander !

Einleitung und Zielsetzung
Die F.M. Alexander-Technik ist nicht theoretisch sondern vor allem durch die unmittelbare Erfahrung und visuelle Impulse erlernbar. Die Erfahrung, das Schauen und Erkennen bilden die Grundlage, auf der die Arbeit vor dem Spiegel und mit einem Lehrer, einer Lehrerin aufbaut. Es geht also auch und in erster Linie um visuelles Lernen, um Beobachten im Alltag. Das Internet als vernetzter Spiegel unseres Alltags eignet sich hervorragend, gerade visuelle Inhalte weltweit zugänglich zu gestalten. Es bietet ein grosses Potential, um auf die F.M.Alexander-Technik aufmerksam zu machen. Ziel dieser Diplomarbeit ist die Erstellung einer übersichtlichen Website, die in spielerischer Form und allgemeinverständlich die wichtigsten Botschaften von Frederick Matthias Alexander vermittelt. Es geht nicht um das "Erlernen" der F.M.Alexander-Technik, sondern um Anregungen, sich ihr zu nähern. Auch geht es nicht um das Erreichen von "Zielen" - etwa therapeutischer Art. Zweck der Website ist es also, grössere Kreise potentiell Interessierter anzusprechen, die sich anregen lassen, sich eingehender mit dem Thema zu befassen. Diese Diplomarbeit soll weder Literatur zum Thema, noch die direkte Erfahrung im Einzelunterricht ersetzen.
 
Situation und Problembeschreibung
Die weit verbreiteten und oft unbewusst vorherrschenden hinderlichen Gewohnheiten beim Umgang mit sich selbst bei Arbeit und Freizeit, werden veranschaulicht. Somit soll diese Arbeit die Aufgabe des Spiegels übernehmen, ein Spiegel im Spiegel ‚Internet'. Der Betrachter, die Betrachterin der Internetseite kann seine eigenen, zum Teil hinderlichen Gewohnheiten wieder erkennen. Voraussetzung ist jedoch die Bereitschaft, sich mit diesen Inhalten zu befassen. Es ist bekannt, dass ein durchschnittlicher Internet Surfer sich nur wenige Sekunden auf einer Website aufhält, die ihn nicht auf Anhieb anspricht. Auch ist davon auszugehen, dass mit dem Begriff F.M.Alexander-Technik in erster Linie ein therapeutisches Programm verbunden wird, was es aber nicht ist. Deshalb wurde als Grundstruktur der Website die spielerische Form eines Quiz gewählt. Der oder die Betrachterin soll auf nicht belehrende Art in einen Lernprozess geführt werden, in dem er oder sie erkennt, dass es nicht um eine Korrektur im Moment, sondern um einen langsamen Prozess des Erkennens der Macht der Gewohnheit geht. Im besten Fall realisiert eine Betrachterin die eigene Wahrnehmungstäuschung von "Richtig und Falsch" und bemerkt, dass ein "nicht machen", bzw. ein "nicht korrigieren" der Anfang eines bereichernden Weges ist.
 
Praktischer Teil und technische Vorarbeiten
In technischer Hinsicht musste vor allem ein geeigneter Webeditor gefunden werden. Am flexibelsten erwies sich das Programm Dreamweaver, Firma Macromedia. Dreamweaver erlaubt eine sehr einfache und praktische Seitengestaltung im wysiwyg-Modus (what you see is what you get), der keinerlei Kenntnisse des html codes erfordert. Die Bilder wurden auf einem hochauflösenden Scanner gescannt und im JPG-Format abgespeichert, bzw. in die Webseiten eingebunden. Zur Bildbearbeitung wurde das Programm ‚Fireworks' der Firma ‚Macromedia' eingesetzt.
 
Sprachlich-gestalterische Überlegungen
Um einen klaren und übersichtlichen Aufbau der Webseiten zu erreichen, wurde auf eine einfache Sprache und ein übersichtliches Seitenlayout geachtet. Alle Fachtermini wurden umgangssprachlich umschrieben. Ein einfacher Satzaufbau und eine klare Ausdrucksweise sollen die schnelle Orientierung auch durch weniger geschulte Betrachter und Betrachterinnen der Webseiten fördern. Schachtelsätze wurden vermieden. Auf Hintergrundfarben und Schrifteffekten, den Einbau von Java-Apples und ähnlichen Sonderanwendungen wurde verzichtet.
 
Grundstruktur des Quiz
Mit den Fragen und Antworten soll auf einfache Art und Weise zu den fünf Grundprinzipien Alexanders hin geführt werden. Die Bezeichnungen "Richtig" oder "Falsch" wurden vermieden. Vielmehr wurden auch bei den nicht zutreffenden Antworten jene Erklärungen gegeben, die notwendig sind, der Erläuterung der Prinzipien Alexanders zu folgen.
 
Fragestellungen
Es sind vier zentrale Fragen, die anhand von relativ "gewohnten"- das heisst in der Art von den Medien immer wieder verbreiteten - Bildern beantwortet werden sollen. Es werden dabei Vergleiche dargestellt, etwa der Haltungen bekannter Politiker oder von Sportlern. Eine zunächst stark verkleinerte Abbildung eines Kleinkindes führt durch die Fragen. Anhand dieser Darstellung wird die letzte Fragestellung aufgelöst, die zur Schlüsselstelle (free neck) hinführen soll.
 
Kriterien zur Bildauswahl
Die Bilder sollten - wie erwähnt - einen gewissen Vertrautheitsgrad aufweisen. Deshalb wurden sie zum grossen Teil Tageszeitungen entnommen. Anhand dieser in der täglich konsumierten Bilderwelt gewonnenen Eindrücke soll auf Gewohnheitsmuster hingewiesen werden, die mit Anspannungen, Verkrampfungen etc. verbunden sind. Innerhalb der vertrauten Bilder sollen eindeutige Gewohnheitsmuster erkannt werden. Deshalb wurden bewusst recht deutliche Gegensatzpaare von Bildern ausgewählt.
 
Antwortalternativen
Die ‚Nein'antworten sind auf weitverbreiteten Missverständnisse in der Anschauung von ‚Haltungsproblemen' ausgerichtet. So kann es sein, dass im Alltag Aktivität und Dynamik oft mit unnötiger Anspannung Hand in Hand gehen. Das geht soweit, dass jemand erst als aktiv erscheint, wenn dabei Anspannungen sichtbar sind. Die ‚Ja' antworten sind so ausgerichtet, dass die Leserin, der Leser ohne grosse Vorkenntnisse und Analyse der Situation diese einschätzen können.
 
Lösungen
In den Lösungen werden die 5 Prinzipien hergeleitet, jedoch nicht explizit genannt. Dies wurde vermieden, damit nicht vom individuellen Erkenntnisprozess abgelenkt wird durch deren relativ hohen Abstraktionsgehalt. Erfahrungsbericht zur Realisation der Website Es erwies sich als relativ aufwendig, einen html-Editor zu finden, der keine Kenntnisse im html-code erfordert. Auch stellte sich heraus, die Abbildungen nicht selbstverständlich in beiden Browservarianten (Microsoftexplorer + Netscape) sichtbar wurden. Eine positive Erfahrung liegt darin, dass die Website ständig erweiter- und verbesserbar ist. Schlussfolgerung Das Internet als weltweit einsehbarer Spiegel eignet sich sehr zur Veranschaulichung dieses eigentlich sehr komplexen Themas. Damit auch ein Publikum ohne Vorkenntnisse auf den Seiten verweilt, wurde eine komplizierte Darstellung vermieden. Das Internet hat oft den Ruf, oberflächlich zu sein und möglichst viel mit wenig Aufwand zu vermitteln. Dennoch ist es zu einer ersten Bekanntmachung mit einem tiefergehenden Thema sehr geeignet, da es ja auch einen direkten Dialog zwischen Verfasserin der website und den Betrachtern möglich macht.
 
Gedanken zum Quiz.
Wie ist es aufgebaut? Die Fragen und Antworten sind bewusst so gestellt bzw. gegeben, dass in ihnen die fünf Prinzipien:
• Recognition of the Force of Habit
• Inhibition and Non Doing
• Recognition of Faulty Sensory Awareness
• Sending Directions
• The Primary Control
(Patrick MacDonald: The Alexandertechnique, as I see it, Rahula Books, 1989)
eingebettet sind. Damit jedoch die Beobachterin, der Beobachter nicht durch ‚Theorie‘ vom selbständigen Schauen abgelenkt wird, sind die hier genannten fünf Prinzipien nicht explizit aufgeführt. Sie sollen einzig als Gerüst des Quiz‘ dienen, sodass beim Durchlauf desselben alle fünf Stufen tangiert und zu einem Ganzen zusammengefügt werden. ‚One after one and all together‘ (F.M. Alexander)